Die Erfahrung zeigt, dass Eltern und Kinder, die sich für KUMON interessieren, immer wieder ganz typische Fragen haben. Deshalb finden Sie hier eine Zusammenfassung von Fragen, auf die Ihnen KUMON sofort Antworten geben kann.


Antworten auf typische Eltern-Fragen

Was ist KUMON?

KUMON ist eine Lernmethode, die in den 50er Jahren von einem japanischen Gymnasiallehrer namens Toru Kumon entwickelt wurde. Das Ziel der KUMON-Methode ist es, möglichst vielen Kindern dabei zu helfen, ihre Selbstlernfähigkeit zu entfalten. Das Fach Mathematik, wie auch das gesamte Konzept und Lernmaterial werden dabei als Werkzeug verstanden, um diese Fähigkeit bei den Kindern zu entwickeln.

Was bedeutet eine „individuelle“ Methode?

Jedes Kind ist einzigartig! Eine individuelle Methode bedeutet, dass jedes einzelne Kind die richtige Menge an Aufgaben im richtigen Schwierigkeitsgrad erhält und im richtigen Tempo bearbeiten kann.
Bei KUMON wird jedes Kind individuell eingestuft, damit es immer in seinem optimalen Lernbereich arbeiten kann, also weder über- noch unterfordert ist. Dadurch entwickelt es eine hohe Lernbereitschaft, steigert seine Konzentrationsfähigkeit und entwickelt Selbstvertrauen. Hat ein Kind diese Basisfähigkeiten erworben, wird es seine Selbstlernfähigkeit optimal entfalten können.

Gibt es andere Fächer als Mathematik bei KUMON?

Als Mathematiklehrer in öffentlichen Schulen hat Toru Kumon sehr oft beobachten müssen, dass viele Schüler ihre Zukunftspläne nur deshalb nicht verwirklichen konnten, weil sie in Mathematik schlechte Noten hatten. Grund genug für Toru Kumon, sich eine Methode zu überlegen, die es den Kindern leichter macht, ihre Rechenfertigkeiten zu verbessern. Daher hat er das Lernmaterial im Fach Mathematik zuerst entwickelt. Gleichzeitig war er der Ansicht, dass für die Entwicklung akademischer Fertigkeiten die Sprachfähigkeit in der Muttersprache ausschlaggebend ist. Daher wurde als zweites Lernprogramm das Fach „Muttersprache“ hinzugenommen, das mit „Japanisch als Muttersprache“ eingeführt wurde. Zur zeit gibt es weltweit Lernprogramme für 6 verschiedene Muttersprachen. In Deutschland realisiert KUMON seit Ende 2006 die Einführung eines Englisch-Programms, das die Kinder beim Erlernen dieser wichtigen Fremdsprache individuell unterstützen wird.

Warum bietet KUMON Mathematik und Sprache an?

KUMON fördert einerseits bestimmte Fähigkeiten / Fertigkeiten und andereseits bestimmte Charaktereigenschaften.

a) Fertigkeiten und Fähigkeiten:
Erstes Ziel des Mathematikprogramms ist es, sowohl die Rechenfertigkeit wie auch das mathematische Verständnis zu fördern. Erstes Ziel beim Sprachprogramm ist es, das Sprachverständnis und die Lesefähigkeit zu entwickeln. All das ist noch kein Wissen, sondern es sind Voraussetzungen, um sich Wissen anzueignen. Zunächst unterstützt KUMON die Kinder also dabei, ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten zu entdecken.

b) Charaktereigenschaften:

Gleichzeitig wird das Kind eine gewisse innere Einstellung erlangen. Dazu gehören Neugier, Lernbereitschaft, Mut, Selbstbewusstsein, Beharrlichkeit, Disziplin, Selbstlernfähigkeit. Das Kind erwirbt allmählich die Bereitschaft, sich Wissen anzueignen. Somit ist das Kind sowohl fähig als auch bereit dazu, sich als Mensch ständig weiterzubilden und seinen Horrizont zu erweitern.

Die Verknüpfung von Wissen.
Durch logisches und analytisches Denken, das ebenfalls durch das Mathematik- und das Sprachprogramm entwickelt wird, kann das Kind Wissen aus unterschiedlichen Bereichen verknüpfen und eigene Schlüsse ziehen. Und weil das Sprachprogramm natürlich die sprachliche Ausdrucksfähigkeit schult, kann das Kind seine Schlüsse, die es zieht, gut nach außen vermitteln und seinen eigenen Beitrag zu einer positiven Gesellschaftsentwicklung einbringen.

Warum ist der Faktor „Zeit“ bei KUMON so wichtig?

Alexander und Marie lösen 10 Aufgaben richtig. Marie brauchte fünf Minuten, Alexander elf. Wer von beiden beherrscht den Stoff sicherer?
Anhand der Zeit, die ein Kind zur Lösung einer bestimmten Anzahl von Rechenaufgaben braucht, stellen wir fest, ob es den Lernstoff nicht nur verstanden hat, sondern auch ganz selbst- verständlich anwenden kann. Erst wenn ein Kind sein aktuelles Lerngebiet wirklich mühelos beherrscht, wird es die nächst höhere Stufe mit demselben Erfolg in Angriff nehmen und Freude daran haben. Darüber hinaus lernt das Kind, souverän mit der Zeit umzugehen – auch das ist eine Vorbereitung auf das Leben.

Ist KUMON eine gute Ergänzung zur Schule?

Ursprünglich hat Toru Kumon die Methode für seinen Sohn entwickelt. Als Vater wollte er den Sohn zu Hause unterstützen, damit sein Kind mit Freude die Schulzeit genießen konnte und gut für die Zukunft vorbereitet war. An diesem Standpunkt hat sich bis heute nichts geändert.
Die Fähigkeiten, die Kinder durch das Lernen mit KUMON entwickeln, beschränken sich nicht nur auf die Rechenfertigkeiten, sondern umfassen verschiedene Bereiche. So wird z.B. die Konzentrationsfähigkeit gesteigert, das Durchhaltevermögen wird gestärkt, die Einstellung zum Lernen verändert sich, eine Lernkompetenz wird aufgebaut. Entscheidend aber ist, dass die Kinder die Freude am Lernen entdecken. Sie erkennen, wie spannend es ist, sich unbekannte Inhalte und Themen zu erschließen. Und sie erfahren, dass sie die Fähigkeit besitzen, sich neuen Herausforderungen zu stellen und Probleme selbst zu lösen. Diese Erkenntnis hilft ihnen in der Schule und auch später im Leben. Deshalb glauben wir, dass KUMON durchaus eine gute Ergänzung zur Schule und zur allgemeinen Entwicklung der Kinder ist.

Wie lange sollte ein Kind bei KUMON bleiben?

Claudio malt gern und besucht einmal in der Woche eine Malschule. Wie lange soll er die Schule besuchen? Das hängt davon ab, mit welcher Erwartung oder welchem Ziel die Eltern ihrem Kind diese außerschulische Förderung anbieten. Unterstützen die Eltern den Sohn, weil er gern malt? Oder erwarten die Eltern, dass er später Künstler wird?
KUMON ist eine Lernmethode, die den Kindern die Möglichkeit gibt, verschiedene Fähigkeiten zu entwickeln. Wie lange ein Kind bei KUMON bleibt, hängt von der persönlichen Einstellung der Eltern bzw. der Kinder ab. Für Eltern in Japan ist es selbstverständlich, dass ihre Kinder alle 23 Stufen abschließen. Hier in Deutschland kann es nur eine Empfehlung geben: Ermöglichen Sie Ihrem Kind die Förderung durch KUMON so lange, wie es braucht, um seine Selbstlernfähigkeit zu erkennen und sie für seine eigene Entwicklung zu nutzen. In der Mathematik und auch in anderen Fächern.

Wird sich mein Kind in der Schule langweilen, wenn es bei KUMON über den Schulstoff hinaus lernt?

Tim spielt in einem Fußballverein. Er ist dort ein Superstar. Lena spielt Klavier wie eine große Pianistin. Meinen Sie, dass sich die beiden Kinder während des Sport- oder Musikunterrichts langweilen? Ganz im Gegenteil. Sie freuen sich auf ihre Lieblingsfächer und warten gespannt darauf, was als Nächstes durchgenommen wird. Bei Mathematik und Sprachen ist das genauso. Das Selbstvertrauen, das die Kinder durch die tägliche Arbeit mit KUMON gewonnen haben, fördert ihre aktive Beteiligung am Unterricht. Oft zeigen die Kinder sogar die Bereitschaft, anderen in der Klasse zu helfen. Für Kinder ist es spannend, Gelegenheiten zu finden, bei denen sie ihr Wissen und Können einsetzen oder anwenden können.

Warum gibt es im KUMON-Mathematikprogramm so wenig Textaufgaben?

Wer ein Haus baut, wird sich zunächst auf die Grundmauern konzentrieren, die das gesamte Gebäude tragen werden. Bei der Mathematik ist es ähnlich. Erst wenn ein Kind die Grundrechenarten wirklich sicher beherrscht, kann es sein erlerntes mathematisches Verständnis und die entsprechenden Techniken anwenden, um auch anspruchsvollere Aufgaben zu lösen. Durch das tägliche Üben und die Wiederholungen von Rechenaufgaben wird das Grundwissen gefestigt und kann jederzeit abgerufen werden. Viele Kinder wissen sehr wohl, wie etwas zu rechnen ist, aber sie brauchen sehr viel Zeit für die Lösung. Je komplexer eine Aufgabe wird, desto länger brauchen sie dafür. Deshalb trainieren die Kinder bei KUMON ihre Rechenfertigkeiten so lange und so intensiv. Sie sollen gar nicht mehr darüber nachdenken müssen, sondern fast schon instinktiv wissen, wie etwas zu rechnen ist. Diese Sicherheit brauchen sie, um sich auch die höhere Mathematik systematisch erschließen zu können. Jede Textaufgabe, jede analytische Geometrieaufgabe oder auch die Differenzialrechnung kann nur erfolgreich gelöst werden, wenn die Grundrechenarten verinnerlicht sind. Deshalb konzentriert sich KUMON ganz besonders auf die Rechenfertigkeiten.

Ab welchem Alter können Kinder bei KUMON beginnen?

Der Mensch ist von Geburt an fähig zu lernen. Jeder weiß aus Erfahrung, dass ein kleines Kind eine oder mehrere Sprachen sehr leicht lernt, ein Erwachsener hingegen tut sich da viel schwerer. Bei KUMON sind schon Vierjährige, die z. B. mit Englisch beginnen, indem sie einfach hören und nachsprechen. Das ist bei der “Sprache“ Mathematik genauso. Schon in der frühen Kindheit sind die Kinder durchaus in der Lage, gewisse Größen, Mengen, Längen oder Reihen zu erkennen und zu verstehen. Vorausgesetzt, dass es Dinge sind, die in ihrem täglichen Leben vorkommen. Je früher Kinder damit anfangen, sich mit den Grundlagen der Sprache der Mathematik vertraut zu machen, desto leichter wird es ihnen später fallen, ein mathematisches Denken zu entwickeln. Das KUMON-Lernmaterial ist so aufgebaut, dass auch kleine Kinder damit arbeiten können. Sowohl für die Sprache Englisch wie auch für den Bereich Mathematik.

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